Rückblick auf die Spielzeit 2007

Ausstellung bis Ende 2007

Roswitha Riebe-Beicht, Kaffefleckenbilder

Kaffefleckenbilder

Reichlich Kaffe ist geflossen, vergossen
und verlesen. Bilder sind entstanden
aus Flecken und Sätze aus Worten.

 

Roswitha Riebe-Beicht

Roswitha Riebe-Beicht wurde 1950 in Straubing geboren, machte am Ludwigs-Gymnasium ihr Abitur und studierte an der Münchner Kunstakademie Malerei und Grafik. 1980 zog sie der Liebe wegen nach Ratingen.

Bei Roswitha Riebe-Beicht findet Natur auf Umwegen Eingang in die Arbeit. Immer wieder hat sie Materialien verwendet, die der Alltag wie Treibgut an den Rand schwemmt. Es sind Abfallprodukte des täglichen Lebens, wie Drucksachen mit verfallener Aktualität, Eierkartons und Einwickelpapiere aller Art, in denen die Dinge, die darin transportiert wurden, ihre Spuren hinterlassen haben. Es ist eine Art künstlerisches Recycling, das Roswitha Riebe-Beicht betreibt, eine Wiederbelebung und Neubewertung gebrauchter und für den Müll bestimmter Dinge.

"Kaffesätze" heißt ein kürzlich im Arachne-Verlag erschienener Gedichtsband mit Texten von Barbara Ming und Zeichnungen von Roswithe Riebe-Beicht. Ihrer Vorliebe für Wiederverwertbares folgend, hat Roswitha Riebe-Beicht kalten Kaffe als Malmittel für ihre skurrilen Menschen- und Tierbilder verwendet. Zu ihren Arbeiten gehört auch eine Serie von "Schokoladenbildern" - mit Acrylfarben auf Schokoladenkartons gemalte Tierbilder.

 

 

Freitag, 21. September
Freitag, 26. Oktober
Samstag, 10. November

jeweils 20:00 Uhr

Lesung


Drei aus der

„Löwengrube“ ist eine Familien- und Kriminalserie, die in 32 einstündigen Folgen das Schicksal zweier Münchner Familien über Generationen hinweg verfolgt. Der Name der Serie geht zurück auf die Adresse der früheren Polizeiinspektion in München: Löwengrube 1, wo sich noch heute die Werbestelle des Polizeipräsidiums München befindet.

Willy Puruckers Hörfunkserie „Die Grandauers und ihre Zeit“ wurde von 1979 bis 1985 im Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt. 1989 folgte, ebenfalls aus der Feder von Purucker, die Adaption als BRFernsehserie unter dem Titel „Löwengrube“, unter anderem mit Jörg Hube und Gerd Fitz in den Hauptrollen. Die Serie wurde 1991 mit dem Bayerischen Fernsehpreis, das Drehbuch von Willy Purucker 1992
mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet. 2007 erschien das Buch „Die Grandauers“ im Langen Müller Verlag, sowie die gleichnamige Hörspielserie im Kunstmann Verlag.

Willy Purucker

Die Familiensaga erzählt die Geschichte der Grandauers von
der Kaiserzeit über die schrecklichen Jahre des Ersten und
Zweiten Weltkriegs bis hin zum neuen Wohlstand in den
Fünfziger Jahren, eingebettet in die Geschehnisse der großen
Weltpolitik, die die Familienmitglieder mehr oder weniger
schicksalhaft betreffen. Dabei wird schnell klar, dass
jede Zeit die besten, aber auch die schlechtesten Eigenschaften
der Menschen hervorbringen kann.

Willy Purucker, 1925 in München geboren, ist einer der
erfolgreichsten Drehbuchautoren des Bayerischen Rundfunks.
Nach dem Krieg wurde er von Erich Kästner als
Redakteur und Cartoonist bei der „Neuen Zeitung“ engagiert
und arbeitete bei „Radio München“. Seit den Fünfziger
Jahren ist er als Drehbuchautor und Regisseur für Rundfunk
und Fernsehen tätig. Zu seinen größten Erfolgen zählt die
Hörfunkserie „Die Grandauers und ihre Zeit“, die später
unter dem Titel „Löwengrube“ verfilmt wurde. Willy
Purucker lebt heute in München und Garmisch-Partenkirchen.

Eintritt 12,– €

Jörg Hube

Oskar Maria Graf, geboren am 22. Juli 1894 in Berg am
Starnberger See, erlernte im Elternhaus das Bäckerhandwerk,
ging dann aber nach München, um Schriftsteller zu
werden. Im Februar 1933 fuhr er zu einer Vortragsreise
nach Wien. Dies war der Beginn seines „freiwilligen“ Exils.
Da seine Bücher nicht der Bücherverbrennung durch die
Nazis zum Opfer fielen, veröffentlichte er im Mai 1933 den
Aufruf: „Verbrennt mich! Nach meinem ganzen Leben und
nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen,
dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens
überantwortet werden und nicht in die blutigen
Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbande
gelangen.“ 1938 floh er über die Niederlande nach New
York, wo er am 28. Juni 1967 starb.

Jörg Hube, Schauspieler, Kabarettist und Regisseur, wurde
1943 in Neuruppin geboren. Nach dem Krieg wuchs er in
Dießen am Ammersee und München auf. Er verbrachte
sogar ein paar Schuljahre auf der im Staffelsee gelegenen
Insel Wörth. Seit seiner Schauspielausbildung in München
und Salzburg ist Jörg Hube ein gefragter Darsteller. Einem
breiten Fernsehpublikum wurde er mit seiner Hauptrolle in
der Fernsehserie „Die Löwengrube“ bekannt.

Eintritt 15,– €

Fitz

In dem Bücherband „Fitz nochmal !“ hat Gerd Fitz nicht
nur eigene Gedichte und Geschichten zusammengestellt,
sondern auch Werke seines Vaters Hans, seines Bruders
Walter, seiner Frau Christl und seiner Nichte Lisa Fitz. Ganz
nebenbei erzählt er dabei in Kurzbiographien von der künstlerischen
Geschichte und Tradition seiner Familie.

Unweit vom Tegernsee, auf dem schönen Gut Heigenkam,
lebt der Senior-Vertreter des berühmten Fitz-Künstlerclans
mit seiner Frau Christl und Familie. Der Sänger, Schauspieler
und Entertainer Gerd Fitz, 1930 in Weilheim geboren,
fand spät, aber dann konsequent zu seiner beruflichen Linie
und bezeichnet sich selbst als Spätzünder. Berühmt
gemacht haben ihn zwei Karriere-Eckpfeiler: Als Politiker-
Derblecker auf dem „Nockherberg“ und die Rolle als
Kommissair Grüner in der Fernsehserie „Löwengrube“.

Eintritt 12,– €

 

 

 

 

Vernissage: Freitag, 13. Juli um 19:30h

Einladung zur Ausstellung vom 13.7.–22.9.07

Constanze Holle & Eugen N.A. Rauber

Constanze Holle

Eugen N.A. Rauber
1946 in Neuendorf (CH) geboren, ausgebildeter Kaufmann, arbeitete als Korrektor und Werbetexter. Während 25 Jahren
führte er nebenberuflich einen Kleinverlag. Der Regierungsrat des Kantons Solothurn zeichnete ihn dafür 1985 mit einem Kulturpreis aus. Zwei Gedichtbände («Gegen eine Wand», 1967, und «Zwischentöne – Eine lyrische Liebesmusik», 1984) sowie Kurzgeschichten («Etüden für Typenklavier», 1987) liegen von ihm vor. Er schuf sich auch als Musik- und Theaterkritiker in seiner Region einen Namen und betreut in seiner Schweizer Heimatgemeinde eine halbjährlich erscheinende Kultur-Chronik.


Constanze Holle
machte früh Bekanntschaft mit Kunst. Bereits als Elfjährige traf sie auf Werke von Kandinsky und Max Beckmann. In diesem Alter nahm sie Unterricht bei Irene von Bullion, Porzellanmalerin der «Manufaktur Nymphenburg » und im Grafikstudio Burke, München. Beruflich wirkte sie als Kindergärtnerin und Rhythmikerin und unterrichtete
das Fach Bildhaftes Gestalten sowie Musikalische
Früherziehung. 1989 heiratete sie in die Schweiz, wo sie im
eigenen Atelier in diversen Techniken arbeitet und mehrere
Ausstellungen in der engeren Schweizer Region, aber auch
in Ihrer Urheimat Bayern veranstaltete.

 

Dienstag, 26. Juni
20:00 Uhr - € 10.- ermäßigt € 5.-

Friedrich Dürrenmatt

Nächtliches Gespräch
mit einem verachteten
Menschen

mit dem Duo Parabello
(Christian Jungwirth & Dieter Kirsch)

Christian Jungwirth & Dieter Kirsch

In „Nächtliches Gespräch“, 1952 vom Bayerischen Rundfunk gesendet, nachdem es zuvor von den Münchner Kammerspielen auf die Bühne gebracht worden war, geht es um die Kunst des Sterbens. „Ein Kurs für Zeitgenossen“ bekommt das Hörspiel 1957 in seiner Buchveröffentlichung als Untertitel verpasst.

Der Henker, ein älterer Mann, Berufsmörder, Beamter mit Pensionsanspruch, steigt in einer hellen Sommernacht durch das Fenster in die Wohnung eines Schriftstellers ein, um ihn ohne Aufsehen zu liquidieren. Der Schriftsteller, ein selbständig Denkender, ist ein Rebell, ein für die Machthaber gefährlicher Mensch.

Der gefährliche Mensch unterhält sich mit dem verachteten, erhält vom Henker einen Kurs über die verschiedenen Arten, dem Tod zu begegnen.

 
 

Freitag, 15. Juni
20:00 Uhr
- € 12.-

Lesung

Wolf Wondratschek

„Es gibt Sätze, die sich nicht mit einem Satz
sagen lassen“

Wolf Wondratschek

Wolf Wondratschek, Jahrgang 1943, ist einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. In seinen Erzählungen geht er Schicksalen von Menschen nach, deren Leben sich gegen ihren Willen selbständig macht und sie bedroht.

Was jedem passieren kann, überall: einem Schriftsteller in Saint Tropez, einem Feuerwehrmann im Wiener Konzerthaus, einem jungen russischen Mädchen, sogar einem glücklich verheirateten Ehepaar. Scheinbar folgerichtige Lebensgeschichten werden als eine Ansammlung von Zufälligkeiten beschrieben – stilistisch brillant und meisterlich zu lesen.

„Egal, in welches Fach er hineingreift, er fördert immer etwas Besonderes zutage. Die schöne unangestrengte Gelassenheit, mit der er das tut, verleiht seinem Stil Grazie und Eleganz.“ Die Zeit

Wolf Wondratschek hält am Samstag, 16.6.07 die Festansprache zur Eröffnung des Richard-Strauss-
Festivals in Garmisch-Partenkirchen.

 

Bitte reservieren Sie unbedingt Ihre Karten!
Wir haben leider nur Platz für ca. 80 Zuschauer
und es wäre doch schade, wenn Sie auch nur eine
Vorstellung / Darbietung / Sensation versäumen:

Barbara Krönner-Bräu Telefon 08841 - 1272
e-mail: b.kroenner@t-online.de


Konditorei - Kaffeehaus
Inhaberin Barbara Krönner-Bräu
Murnau - Obermarkt
Öffnungszeiten:
Montag - Samstag 8:15 bis 18:30 Uhr
Freitag 8:15 bis 19:30 Uhr